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Inklusion

Im Jahre 1996 befassten wir uns bei der Gründung der Kindertagesstätte mit dem Gedanken der Vielfalt und wählten dann als unsere Gruppentiere die drei Freunde aus dem Kinderbuchklassiker von Helme Heine.

Heute noch sind diese drei Freunde - unterschiedlicher können Freunde nicht sein - aus unserem Kindergartenalltag nicht wegzudenken, denn gerade die Unterschiedlichkeit als den größten menschlichen Schatz zu sehen, wurde uns immer bewusster.

Seit die Eltern des kleinen Felix vor einem Jahr mit dem Wunsch kamen, ihren kleinen Jungen, er hat Trisomie 21, in unsere Einrichtung zu schicken, beschäftigten wir uns intensiver mit der Bedeutung von Inklusion.

Zunächst befassten wir uns mit den Begrifflichkeiten Integration/Inklusion. Wo liegen die Unterschiede, was sagt Maria Montessori dazu u.v.a.m. Für uns übersetzten wir den Begriff "Inklusion" in "Vielfalt".

Dass Maria Montessori ihre Pädagogik speziell für Kinder entwickelte, die zur damaligen Zeit keine Chance auf eine normale Beschulung gehabt hätten, ist hinlänglich bekannt. Beschäftigt man sich aber näher mit dem Menschenbild der Montessoripädagogik, so wird einem schnell bewusst, dass Schlagworte wie Partizipation, Teilhabe etc. inhaltlich tief in der Montessoripädagogik verankert sind. In unserer Gesamtkonzeption gehen wir näher auf die Montessoripädagogik ein.

Inklusion ist ein Weg und wir freuen uns auf Wegbegleiter, welche uns helfen und unterstützen, diesen Weg immer weiter zu gehen.

Inklusion nach Montessori

"Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche Weg, auf dem die Starken sich vervollkommnen." Maria Montessori

Als Maria Montessori diese Worte formulierte, war es noch ein weiter Weg bis zum heutigen Verständnis von Inklusion. Und doch enthält ihr oft zitierter Leitsatz eine ganz wesentliche, hoch aktuelle Botschaft: Der Ansatz einer umfassenden, ganzheitlichen Förderung von Kindern ist im Kern immer gleich.

Die Einbeziehung in ein Ganzes, und so verstehen wir Inklusion, ist etwas, das jedes Kind in gleicher Intensität erwarten darf - ganz egal, ob es nun behindert oder nicht behindert ist, aus welchem Land es kommt, welcher Religion es angehört oder wie seine soziale Herkunft aussieht.

Die pädagogischen Herausforderungen sind so vielfältig und einzigartig wie die Kinder, die zu uns kommen.

Lange wurden Kinder mit Einschränkungen als Minderheit betrachtet, die es in die Mehrheit zu integrieren galt, was letztlich zu einer Ungleichbehandlung führte. Heute wissen wir, dass jedes Kind in seinen Stärken und Schwächen gesehen, von uns angenommen und gefördert werden muss.